Knowledge Map

In der OOP1-Vorlesung begegnen Sie vielen neuen Begriffen zum Thema Java und Programmieren allgemein. Um sich ihre Bedeutung und ihre Zusammenhänge untereinander einfacher zu merken, kann eine sogenannte Knowledge Map sehr gut helfen.

Was ist das und was nutzt es? 

Was ist eine Knowlegde Map?

Eine Knowledge Map visualisiert Begriffe und ihre Zusammenhänge. Verbindungen / Zusammenhänge zwischen Begriffen werden außerdem näher beschrieben, wie z.B. "ist ein" oder "ist ein Teil von" oder "wird häufig verwendet für" oder "benutzt" oder "Sollte nicht verwendet werden mit". Die Verbindungen laufen von einem Begriff zu einem anderen, sie werden also als Pfeil dargestellt.

Vielleicht kennen Sie schon eine Mind Map? Die Knowledge Map ist sehr ähnlich, sie hat aber keinen zentralen Begriff und ist nicht als Baum, d.h. nicht hierarchisch, aufgebaut. Vielmehr können Begriffe untereinander beliebig miteinander verknüpft werden.

Beispiel:

Sie bauen schrittweise eine OOP1-Knowlegde Map auf

Für OOP1 bauen Sie schrittweise eine Knowledge Map auf. In jeder Woche kommen mit jedem neuen Aufgaben-Projekt neue Begriffe hinzu. Sie ergänzen und beschreiben dann ihre Beziehungen untereinander.

Arbeiten mit der Knowlegde Map

Die Begriffe werden vorgegeben

Die Begriffe, die Sie auf der Map verknüpfen sollen, müssen Sie nicht selbst eingeben. Sie werden Ihnen im Verlauf des Semesters innerhalb eines Aufgaben-Projekts zur Verfügung gestellt: Immer, wenn ein Aufgaben-Projekt zum ersten Mal geöffnet wird, wird die Map um neue Begriffe ergänzt. So arbeiten Sie immer mit den Begriffen, die Sie bereits aus der Vorlesung kennen und die relevant für die aktuelle Aufgabe sind.

In dieser Woche werden die folgenden Begriffe neu der Knowledge Map hinzugefügt:

Hardware
Software
Quellcode
Maschinencode
Editor
Compiler
Programmiersprache

Diese sollen Sie nun auf der Knowledge Map anordnen und sinnvoll miteinander verknüpfen. Wie Sie das genau machen, wird im Folgenden beschrieben.

Knowledge Map öffnen

In Ihrem OOP1-Workspace gibt es genau eine (1) Knowledge Map. Sie finden Sie als File auf dem 5Code-Dashboard (im Workspace) mit diesem Icon und Namen ganz unten in der Liste der Projekte:

 

Als erstes müssen Sie diese Map herunterladen!
(Wie das geht, finden Sie auch in den Hinweisen zum Verstehen.)

Lesen
Verstehen
Überlegen
Aufschreiben
Codieren
 

Nun können Sie die Map mit Klick auf die Begriffe hier oben im Aufgabendokument öffnen.

Am linken Rand sehen Sie nun die Liste von neuen Begriffen aus diesem Projekt:

 

Begriffe auf die Map schieben

Um mit den neuen Begriffen arbeiten zu können, müssen diese zuerst auf die Zeichenfläche geschoben werden. Dies geht einfach mit Drag & Drop.

 
Ziehen Sie den Begriff "Hardware" aus der Liste auf die Zeichenfläche.

 

Der Begriff wird dann aus der Liste der neuen Begriffe entfernt: Jeder Begriff kommt nur einmal in der Map vor.

Jetzt sollte Ihre Map so aussehen:

 

Verbinden von Begriffen

Um zwei Begriffe miteinander verbinden zu können, müssen beide auf der Zeichenfläche liegen. Beim Hovern mit der Maus über der Mitte eines Begriffs sehen Sie eine grüne Umrandung. Durch Klick-Ziehen-Loslassen können Sie eine Verbindung ziehen. Das funktioniert genauso, wie im Zeichnungs-Editor, den Sie bereits kennengelernt hatten (im Dokument _03_Arbeiten_mit_Aufgabentext)

Der so entstandene Pfeil ist gestrichelt, da die Verbindung noch nicht vollständig ist: In einer Knowledge Map muss jede Verbindung kurz beschrieben werden.

Dieser kurze Text kann durch Doppelklick auf den Pfeil hinzugefügt werden.

 

Beschreiben der Verbindung

Achten Sie bei der Beschreibung einer Verbindung auf einheitliche Formulierungen, damit möglichst eine konsistente Knowedge Map entsteht. So haben Sie selber am meisten Nutzen davon.

Schreiben Sie wenn es geht im Aktiv, nicht im Passiv

Beispiel: "führt aus" oder "verwendet" oder ist eine gute Beschreibung, "wird ausgeführt von" ist nicht so gut. Es geht schließlich in den meisten Fällen um Aktivitäten.

In einfachen Fällen sind die Beschreibungen ebenfalls sehr einfach. Dann ist eine einfache Beschreibung besser als gar keine.

Beispiel: hat, ist ein, ist ein spezielle/r, verwendet, schließt aus, besteht aus, 

Wenn man das für ein paar Begriffe tut, sieht die Map z.B. so aus:

 

 

Ziehen Sie nun alle neuen Begriffe auf die Map und verbinden Sie sie - incl. einer kurzen Beschreibung.

Lesen
Verstehen
Überlegen
Aufschreiben
Codieren

 

Assessment - Bewertung der Knowledge Map

Sie können automatisch bewerten lassen, ob Sie die Knowledge Map wie erwartet aufgebaut haben. Dieses Assessment rufen Sie auf mit dem 3-Punkte-Button im Menü der Map:

Dann öffnet sich ein Fenster, in dem die Bewertung angezeigt wird. Es werden folgende Kriterien, bzw. "Metriken" bewertet:

Je nach Ergebnis wird ein grüner, gelber oder roter Kreis angezeigt.

Das Fenster können Sie auch zur Seite schieben, um ihre Map besser sehen zu können.

 

Weitere Bearbeitung 

Mehr Platz schaffen und Zoomen

Die Zeichenfläche ist nicht eingeschränkt und kann durch Verschieben von Objekten oder der Zeichenfläche selber vergrößert werden.

Sie können auch mehrere Begriffe auswählen (durch Aufziehen eines Rechtecks) und verschieben, um den Platz besser auszunutzen. Damit wird die Zeichenfläche ebenfalls vergrößert.

Zoomen, d.h. den Maßstab vergrößern und verkleinern, können Sie mit dem Scrollrad Ihrer Maus.

Verschieben und Minimap

Sie können mit gedrücker rechter Maustaste die Zeichenfläche verschieben, um die gewünschten Begriffe anzuzeigen und bearbeiten zu können.

Unten rechts auf der Knowledge Map wird außerdem eine Minimap angezeigt:

Sie zeigt immer die gesamte Map verkleinert an, das blaue Rechteck markiert den gerade sichtbaren Ausschnitt.

Ein Klick auf die Minimap setzt den sichtbaren Ausschnit.

Export als Bild oder .csv-File

Über den Button kann die gesamte Map als Bild (svg) oder als Excel-File (csv) exportiert werden. So können Sie sie z.B. auch ausdrucken.

Ordnen von Begriffen mit Ort und Farbe

Wenn immer mehr Begriffe im Verlaufe des Semesters hinzukommen, lohnt es sich, diese weiter zu ordnen und zu strukturieren.

Die Begriffe sind automatisch je nach Themengebiet eingefärbt, damit bekommen Sie einen Hinweis, welche Begriffe inhaltlich zusammengehören.

Diese farblich gleichen Begriffe sollten Sie daher auch nah beieinander anordnen. Die Verbindungen untereinander sind dann übersichtlicher.

Markieren von Begriffen mit Badges

Sie können jeden Begriff auch mit einem "Ampelsystem" für sich selber markieren:

Wenn Sie auf einen Begriff klicken, öffnet sich ein Pop-Up-Menü. Darin werden unter anderem drei entsprechende farbige Badges angeboten, die Sie an den Begriff heften können. 

 

Eigene Notizen ergänzen

Außerdem können Sie sich zu jedem Begriff Notizen machen:

Zu den Notizen kommen Sie im oben gezeigten Pop-Up-Menü über das Text-Icon.

Wie Sie diese Notizen verwenden können, wird allgemein im nächsten Kapitel Notizen, Hilfe erläutert.

 

Konzept-Begriffe und Syntax-Begriffe

Bei den Begriffen in der Knowedge Map unterscheiden wir noch zwischen "Konzept-Begriffen" und "Syntax-Begriffen" - aus praktischen Gründen, wie wie gleich sehen werden. 

Konzept-Begriffe

Die "Konzept-Begriffe" stehen für ein eher allgemeines Konzept, z.B. Wertebereich, Kommentar, Datentyp, Software, ...

Syntax-Begriffe

Die "Syntax-Begriffe" stehen für ein konkretes Konzept. Es gibt für diese zusätzlich eine oder mehrere Möglichkeiten, dieses konkrete Konzept in Java auszudrücken (zu schreiben). Es gibt zur Semantik (Bedeutung) des Konzepts also auch eine Syntax, eine Formulierung im Code - daher die Bezeichnung "Syntax-Begriff". Damit Sie diese Syntax auch direkt beim Begriff aufschreiben können, hat jedes Element für einen Syntax-Begriff ein zusätzliches weißes Feld direkt unterhalb des Begriffs. Dorthinein können Sie dann den Java-Code eintragen. 

Beispiel: Den Begriff "Zeilenkommentar" können Sie mit der Java-Syntax // ergänzen. 

So können Sie das Konzept Zeilenkommentar, seine Semantik, mit seiner Umsetzung (Syntax) in Java verknüpfen.

Das können Sie zum Nachschlagen der Syntax nutzen.
Und, noch wichtiger, Sie selber stellen im Kopf eine Verbindung zwischen Semantik und Syntax her.

Sie können natürlich auch Syntax-Begriffe in der Knowledge-Map mit eigenen Notizen ergänzen.

Syntax-Begriffe fügen Sie in der nächsten Woche zur Knowledge Map hinzu.

 

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Weiter geht es mit den Notizen und der Hilfe